Die abzusehenden rechtlichen Probleme einer Bebauung unmittelbar neben dem REWE-Markt führte zur Ablehnung durch die Fraktion, denn das Gewerbe in der Ortsmitte Jugenheims muss Zukunft haben.
Das Grundstück am hinteren Ende des REWE-Parkplatzes soll nicht bebaut werdenDie CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim wird den Plänen einer möglicher Bebauung am dem Grundstück „Bock“ hinter dem Rewe-Parkplatz in Jugenheim nicht zustimmen. Das beschloss die Fraktion auf ihrer Klausurtagung einstimmig. „Es hätte zwei Möglichkeiten bei der möglichen Bebauung gegeben. Entweder das Grundstück als Mischgebiet oder als eingeschränktes Gewerbegebiet auszuweisen. Wie wir es auch drehen und wenden, eine Zustimmung zu jeder der beiden Möglichkeiten hätte die Gemeinde vor Probleme gestellt“, so Fraktionschef Hannjo Nawrath. Entweder könnte der neue Eigentümer bei einem Mischgebiet gegen Lärmimmissionen des Supermarkts vorgehen, eine Nutzungsbeschränkung des Markts wäre die Folge und die Gemeinde wäre schadenersatzpflichtig. Oder die Anwohner der Alexanderstraße würden bei Ausweisen eines eingeschränkten Gewerbegebiets, das an ihrer Grundstücksgrenze liegt, gegen den Bebauungsplan vorgehen. Aus diesem Grunde ist es besser das Verfahren zu beenden und den Status Quo zu belassen. „Weder wollen wir als CDU die Gemeinde vor ein unnötiges Klagerisiko stellen, noch wollen wir den Supermarkt in der Ortsmitte Jugenheims gefährden. Die richtige Konsequenz ist es daher, auf die Änderung des Bebauungsplan zu verzichten.“